Der Vereinsblog

23. Mai 2011

Museum Louisiana

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 15:52

 

Im Louisiana konnten wir uns noch die großartige Picasso Ausstellung “Frieden und Freiheit” ansehen. Das dann aber zusammen mit 20.000 anderen Besuchern, die sich auch trotz Regens nicht vom Picknick im grandiosen Skulpturengarten abbringen ließen.

Bemerkenswert waren auch die iPad-Zeichnungen von David Hockney. Nach seinen früheren Polaroid- oder Fax-Arbeiten hat er sich nun dem neusten technischen Medium zugewandt. Mit diesen iPad-Zeichnungen (insgesamt sollen es nun schon mehr 400 sein) verbinden sich zahlreiche Fragen nach der Reproduzierbarkeit von Kunstwerken (so sind einige Arbeiten über QR Codes zum Download zu erhalten) und vor allem, der Bewahrung dieser Arbeiten mit den sich schnell verändernden technischen Speichermedien. Die Arbeiten sind unglaublich farbintensiv und entwickeln die gleiche Anziehungskraft wie Hockneys bekannte Malereien. Leider wurden die iPads im Museum in einem komplett verdunkelten Raum präsentiert. So entstand eher der Eindruck einer Video-Installation. Sicherlich kommen die Farben in einer dunklen Umgebung am besten zur Geltung. Doch gerade in einem ansonst so hellen und offenen Museum erschien dieser schwarze Raum deplaziert.

Die Gangfolge im noma:

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 15:31

Gang 1: ???

Gang 2: Scallops and beech nut, Watercress and grains

Gang 3: Oyster and the ocean

Gang 4: White and green asparagus, Pine and cream

Gang 5: Spinat und Ei, selbst zubereitet am Tisch mit Heu-Öl

Gang 6: Veal and peas new shoots and grilled garlic

Gang 7: Gammel dansk and sorrel

Gang 8: Eiscreme mit Waldbeeren Puder

Gang 9: Schaumküsse mit einer Zitronencreme gefüllt

Gang 10: Kartoffelchips in Schokolade

Gang 11: Karamel in Knochemark

 

 

 

 

Die Vorspeisen im noma:

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 15:12

Servicemitglied Nr. 1 (von insgesamt etwa 30) erklärt uns die erste Vorspeise:

Moos und essbarer Ast mit Creme fraiche

Vorspeise 2: Sanddorn und Rosenblätter

Vorspeise 3: Muscheln in einer teilweise essbaren Muschelschale

Vorspeise 4: Kekse aus Fleisch

Vorspeise 5: Smoerrebroed

Vorspeise 6: Wachteleier

Vorspeise 7: Schweinefleisch auf Brunnenkresse und auf knusprigem Teiblättern

Leider fehlen mir noch Bilder von dem Rohrkolben und den Radieschen. Vielleicht kann einer der Mitreisenden aushelfen?

Ist das das Ende der Karriere?

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 14:58

Die Karriere Bar in Kopenhagen

Am Freitag Abend begann die Mitgliederreise für die ersten Reiseteilnehmer in der von Jeppe Hein mitbegründeten Karriere-Bar in Kopenhagen. Die Bar liegt in einem neu erschlossenen Gelände, auf dem sich bisher vor allem Fisch- und Fleischhändler befanden. Jetzt wird das zum größten Teil leerstehende Areal von zahlreichen Clubs, Restaurants und kleinen Galerien genutzt. Im Vergleich zu den vielen neuen Bars und Lokalen in diesem Gebiet, mutet die Karriere-Bar – einst ein Vorreiter in dieser Gegend – seltsam veraltet an. Die unglaublichen Coktailpreise sind da auch nicht unbedingt hilfreich.

7. Mai 2011

Bruce LaBruce im Kunstverein

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 18:54

Bruce LaBruce präsentiert heute ab 19 Uhr seinen neuen Film “L.A. Zombie” im Kunstverein.

3. Mai 2011

BOZAR, Brüssel

Abgelegt unter „Review,Sehenswert ” von Annette Hans um 14:31

Luc Tuymans Retrospektive im BOZAR (18.2. – 8.5.) ist vielleicht keine wunderbar gehängte Schau und die wenigen Großformate hätte man meiner Meinung nach auch ruhig weglassen können, aber nichtsdestotrotz ist sie einen Besuch wert. Bei meinem letzten Besuch dort hingen in denselben Räumen die „Jack Freak Pictures“ von Gilbert & George – ein absolutes Kontrastprogramm also.

The Secretary of State, 2005

Man muss weder die Titel noch die manchmal gegebenen Erklärungen lesen, noch lange verweilen, um diesen Arbeiten etwas abzugewinnen. In seinem Künstlergespräch im Kunstverein hat Tal R sich den idealen Betrachter für seine Arbeiten als daran vorbei flanierend und nur kurze Augenblicke einfangend vorgestellt. Ein solcher Betrachter war ich in der Tuymans-Ausstellung, obwohl ich vermute, dass Tuymans sich seinen idealen Betrachter nicht so wünschen würde. Für mich aber war es sehr angenehm und hilfreich, weil die oftmals beinahe abstrakten und verschleierten Arbeiten, eine traumhafte Qualität bekamen. Ungefähr so, wie man aus einem Traum erwacht und in dem besonderen Moment zwischen Wachen und Schlafen sich kurz nicht versichern kann, wo man sich befindet. Oder auch, wie Erinnerungen verblassen, manchmal kurz aufscheinen, sich mit anderen vereinen und ihre Konturen verwischen. „Austerlitz“ von Sebald lässt ein bisschen grüßen.

 

Ich habe sicher nicht jede Referenz gesehen und alle Hintergründe verstanden (vermutlich die Wenigsten), aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig. Auf jeden Fall musste ich während meines kurzen Rundgangs an die Richter-Ausstellung im Bucerius Kunstforum denken, die dieser so ähnlich aber auch so verschieden von ihr ist.

 

Randnotiz:

„L’Avenir“ von Jordi Colomer (29.4. – 12.6.)

An einem etwas undankbaren Ort, sozusagen auf dem Weg zu den Flämischen und Venezianischen Meistern im Flur gelegen, gab es eine kleine Randpräsentation von Jordi Colomer. Eigentlich drei filmische Installationen, von denen mich die erste noch nicht recht fesseln konnte, die zweite, eine Mehrkanalprojektion mit verschiedenen, im Internet gefundenen Sequenzen mich etwas entsetzte, auch weil das Präsentationssystem, das die Beamer trug, permanent im Bild war, die dritte aber schließlich doch zu interessieren begann und den Rest neu bewerten ließ.

L’Avenir nimmt seinen Ausgangspunkt in der sozial-utopischen Entwicklung des Phalanstère von Charles Fourier zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Das Phalanstère war als Produktions- und Wohngenossenschaft, bzw. gesellschaftliches System entworfen worden, das den unterschiedlichen Trieben der Menschen gerecht werden und ihnen ein Zusammenleben in einer harmonischen und befreiten Ordnung jenseits staatlicher Vereinheitlichung und moralisch-ethischer Kodizes ermöglichen sollte.

(Vgl. hierzu auch folgendes Video bei arte zu dem von Fourier inspirierten Familistère in Guise: http://videos.arte.tv/de/videos/baukunst_familistere_eine_sozialutopie_im_19_jahrhundert_ausschnitt_-3816500.html)

 

 

„L’Avenir 2“ besteht aus einen Film sowie einem mehrteiligen schwarz-weiß Modell eben jenes von Fourier zeichnerisch für das neue Leben entworfenen Gebäudes. Dieses Modell wird im Film von einer heterogenen Gruppe Menschen unterschiedlicher Hautfarben, unterschiedlichen Alters und unterschiedlichen Geschlechts an einen unbestimmten Ort getragen und dort aufgebaut. Begleitet wird dieses Geschehen von sozialen Szenen: Es wird Essen zubereitet und gespeist  – ein Idealbild gemeinschaftlichen Beisammenseins, vielleicht ein bisschen zu ideal.

Und aus diesem Kontext heraus muss ich die Bildwelten der Mehrkanalprojektion noch einmal neu betrachten: Sie zeigen Sequenzen menschlichen Lebens und Produzierens, die Fourier in seiner sozial-libertären Utopie zusammenbringen wollte.

Aus welchen Gründen mich das Ganze nun interessiert hat, sei vielleicht mal dahingestellt, aber Fourier, der mir in der letzten Zeit doch gehäuft begegnet ist, scheint ein interessanter Denker gewesen zu sein, der immer noch – auch in Zusammenhang mit den Diskussionen um ein bedingungsloses Grundeinkommen – von Bedeutung ist.

2. Mai 2011

The Other Tradition, WIELS Brussels, 26.2. – 1.5.2011

Abgelegt unter „Review,Sehenswert ” von Annette Hans um 17:59

What is this other tradition that is being claimed here? And is it really about another tradition or rather a certain movement from various backgrounds?

Many works in this exhibition are connected to certain acts, be they actually performed or rather documented in the exhibition (or even both as in the case of Jimmy Robert and Tris Vonna-Michell) in more or less strong works.

What I think actually connects them is a certain curiosity that is far away from scientific research but has an emphasis on experiencing.

Sung Hwan Kim and David Michael DiGregorio, In the Room 3, 2006, performance documentation STEIM, Amsterdam Photo by Mieke van de Voort

Sung Hwan Kim and David Michael DiGregorio, In the Room 3, 2006, performance documentation STEIM, Amsterdam Photo by Mieke van de Voort

 

A specifically nice work in the exhibition is the film by Sung Hwan Kim. I had encountered  his work before and again it captured my attention. First of all because of a specific filmic strategy that is based on a highly personal relationship between the artist and the camera/screen. Sung Hwan Kim utilises simple means, filming through a transparent surface through which you see his face and his actions, performing an associative and fictional story. Placing little bits of text on this foil (I assume) and drawing on it in and over his face with pens such as are used for overhead projections, he takes on different characters and makes himself part of the story told – as he is indeed the linking point. Tears stream from his eyes and down his face, different hair grows from his head, etc. These sequences are joined by more traditional filmic bits but all this makes for wonderfully poetic and unique films.

Der Kunstverein,

seit 1817.