Der Vereinsblog

30. Juni 2011

Neue Kunst in Hamburg 2011

Abgelegt unter „Review ” von Annette Hans um 17:31

 

Die Sehnsucht neuer Bilder… nicht ganz einfach, einen Verein Neue Kunst in Hamburg zu nennen, aber so oder so, ein schönes Projekt der Künstlerförderung: Ein relativ luxuriöses Reisestipendium mit anschließender Ausstellung. Das Einladen eines unabhängigen Kurators von außerhalb ist aus meiner Perspektive ein wichtiges Zeichen in einer Stadt, in der der Klüngel bei der Vergabe von Stipendien zwar nicht thematisiert aber eigentlich genauso groß geschrieben wird, wie in Köln.

Auch diesmal finden die Präsentationen in den Galerien auf der Fleetinsel statt (warum eigentlich nicht bei Becker?) und auch das eigentlich ein ganz schönes Modell, da es jedem Künstler die Möglichkeit gibt, für sich alleine und mit etwas Raum, seine Arbeiten auf seine Weise zu zeigen. Andererseits könnte man sich von den Galerien vielleicht ein bisschen mehr ehrliche Adoption der Ausstellungen wünschen.

Auf der anderen Seite hätte ich mir von der einen oder anderen Präsentation ein bisschen mehr Aufmerksamkeit und Mühe gewünscht. Für mein Empfinden wirkte nicht alles hoch motiviert – und das finde ich eindeutig schade. Denn wie auch immer man zu den Bedingungen stehen mag: wer mit macht, macht mit und dann geht es letztlich doch hoffentlich immer um die eigene Arbeit und damit auch eine gewisse Konsequenz sich selbst gegenüber.

Gefühlt galt die Devise: Weniger ist mehr. Was durchaus eine Erleichterung sein kann, aber ehrlich gesagt, weiß ich nicht so recht, was ich von der Neuen Kunst halten soll. Das Folgende sind einfach ein paar Gedankensplitter und vielleicht Anlass für eine Diskussion und sollten nicht zu ernst genommen werden.

Am meisten nachgedacht zu haben scheint Burk Koller, der, wenn man mit ihm spricht, seinen Arbeiten einen ganz hervorragenden Zauber verleihen kann. Insofern etwas schade, dass er (und damit meine ich den Künstler selbst) in seiner eigentlichen Arbeit gefühlt eher nicht vorhanden war. Ein bisschen schade auch, dass er sich so auf Bas Jan Ader konzentriert hat und der Look der Arbeiten und die Referenz den gewünschten Inhalt aufgrund der so gewohnten Ästhetik ein bisschen überschattet.

Im Ansatz interessant fand ich auch die Präsentation von Christoph Rothmeier. Wobei ich mir nicht sicher bin, ob ich die Konkurrenz zwischen Sound und skulptural animierter Präsentation so genuin förderlich finde.

Tobias Kaspars Hoteleingangs-Fotos waren im Raum schön platziert wurden aber für mich durch die Guillotinen-Tassen gestört, mit denen ich nicht so wirklich etwas anfangen konnte. Grundsätzlich hat mir, wie bei Burk Koller im Jahr davor im Übrigen auch, seine Diplomarbeit an der HfbK besser gefallen.

Tja, und zwischendrin der BLAU-Raum mit einer herrlich emotionalen Installation, der die restlichen Präsentationen teilweise noch liebloser erscheinen ließ. Ist das nun ein Problem des: Ich habe mein Stipendium, meine Reise gehabt, was soll ich jetzt noch mit der Ausstellung? oder mangelnde Wertschätzung oder mangelnde Unterstützung?

27. Juni 2011

Kinder-Eröffnung im Kunstverein!

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 15:03

Das war nicht nur eine gut besuchte, sondern auch eine unglaubliche lehrreiche Kinder-Eröffnung der Charley Harper Ausstellung. Auch wenn die meisten Kids wussten, über wie viele Halswirbel eine Giraffe verfügt oder welche Farbe die Haut von Eisbären hat. Für alle Älteren war es jedenfalls sehr lehrreich. Dank Frau Sewig vom Hamburger Abendblatt war das alles andere als eine Schulstunde! Und die Kinderhocker in Form von Tiermotiven wurden begeistert angenommen.

 

23. Juni 2011

Charley Harper, Eröffnung morgen ab 17h

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Annette Hans um 15:52

Hier ein kleiner Video-Essay von Todd Oldham:

20. Juni 2011

Sehenswert: Carsten Höller in der Gerisch-Stiftung

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 10:48

Und dort war das Wetter zur Eröffnung am Sonntag noch schlechter. Kaum zu glauben. Und auch sehr schade. Denn der Garten der Gerisch Stiftung mit den zahlreichen Außenskulpturen ist bei schönem Wetter einfach großartig.

Eröffnung “The Bronze House” in der HafenCity

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 10:38

Es sieht nicht nur so aus, es war auch verdammt kalt. Und windig. Aber immerhin regnete es nicht zur Eröffnung von “The Bronze House”. Wir danken allen tapferen Besuchern für Ihr Kommen. Am Freitag im Kunstverein  zur Eröffnung von Henning Bohl und Charley Harper sind wir ja zum Glück wetterunabhänig. Bis dahin…

 

10. Juni 2011

“Freedom of Speech” – Premiere im Schauspielhaus

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 14:55

Am 9. Juni hatte das Workshop-Theater-Projekt “Freedom of Speech” Premiere im Deutschen Schauspielhaus im Rahmen des Backstage-Festivals. Als Bühnenbild fungierten die Installationen, die im Rahmen der Ausstellung “Freedom of Speech” im Kunstverein entstanden. Ausgehend von diesen künstlerischen Arbeiten entwickelte die Performance-Gruppe dann einzelne Szenen und Stücke. Die Premiere im Schauspielhaus war großartig! Dank an alle Beteiligte: Darsteller, Künstler, Projektleiter, Aufbauteam etc.

Das Gemeinschaftsprojekt des Kunstverein Hamburg und des Deutschen Schauspielhaus geht auf Tour: Der nächste Aufführungsort ist Flensburg. Dort werden die Installationen und die Theaterszenen im Rahmen des Straßen-Theater-Projekts “Operation Phönix”am 2./3. Juli 2011 zu sehen sein.

 

 

9. Juni 2011

Land Art For A New Generation – Ausstellung in Rotterdam

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 17:37

“Land Art For A New Generation
”

Aram Bartholl, Artie Vierkant, Coralie Vogelaar, Teun Castelein, Dennis de Bel, Jeremy Wood, Juliette Bonneviot, Kari Altmann

18. Juni – 7. August 2011

Eröffnung: Freitag, 17. Juni 2011, 19 Uhr

Ort: Showroom MAMA for Media and Moving Art, Witte de Withstraat 29-31, Rotterdam, Niederlande

Das multidisziplinäre Ausstellungsprojekt versammelt zeitgenössische Varianten der Land Art. Seit den 1960er Jahren nehmen KünstlerInnen Eingriffe in die Landschaft vor. Heute nutzen VertreterInnen der Land Art auch verstärkt das Internet: Bewegte Bilder und Fotos werden hochgeladen und neue Softwaresysteme wie das Global Positioning System (GPS) werden künstlerisch adaptiert. 

”Land Art For A New Generation“ findet auf verschiedenen Plattformen statt: im Ausstellungsraum MAMA, im öffentlichen Raum Rotterdams sowie im Internet. Die Ausstellung konzentriert sich auf eine Generation von KünstlerInnen, welche sich mit (digitalem) Abfall und der kontinuierlichen Abwicklung von riesigen Informationsmengen beschäftigen. Diese KünstlerInnen teilen das Interesse an der Entwicklung neuer Datenbanken, die sich an der Schnittstelle zwischen physikalischem Raum und immaterieller digitaler Kunst bewegen. Sie übersetzen einerseits bestehende Formen aus der digitalen Kommunikation direkt ins Physikalische, indem sie Natur und öffentliche Räume gleichermaßen zum Gegenstand ihrer Arbeiten machen.

Der Ausstellungsraum MAMA und der Kunstverein Hamburg erschaffen ab dem 17. Juni 2011 eine temporäre Bühne, die 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche unter www.onlineresideny.com zu erreichen ist. Die zwei vom Kunstverein Hamburg vorgeschlagenen Positionen Aram Bartholl und Jeremy Wood gehen für den Zeitraum der Ausstellung ein Online-Residency ein.

8. Juni 2011

The Bronze House von Plamen Dejanoff

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Schlagwörter: — Annette Hans um 10:17

Seit gestern bauen wir in der HafenCity (zwischen Unilever-Gebäude und Hamburg Cruise Center) “The Bronze House (144 Facade Elements” von Plamen Dejanoff auf.

Tag 1 des Aufbaus von "The Bronze House"

Diese 144 Bronzeelemente sind Teil einer Bauskulptur mit einer Gesamtfläche von am Ende 600 qm. Insgesamt sind es etwa 4.000 Elemente, aus denen dieses “Bronze House” zusammengesetzt wird. Jedes Einzelteil des Hauses ist aus Bronze gefertigt: Türen, Fassadenelemente, Boden- und Wandteile ebenso wie die Treppenstufen.

Schlussendlich wird das Haus als benutzbare Plattform in Dejanoffs bulgarischer Heimatstadt Veliko Tarnovo aufgebaut werden. Es ist die erste von insgesamt fünf geplanten Bronzehäusern.

Weitere Infos z.B. hier

 

6. Juni 2011

Venedig Top Ten

Abgelegt unter „Sehenswert ” von Beate Anspach um 16:52

Katharina Fritsch

10: Katharina Fritsch am Ende des Arsenale

Ayse Erkmen

9: Ayse Erkmen im türkischen Pavillon

ACO

8: Das Art Critics Orchestra mit Peter Hein

Monica Bonvicini

7: Rauminstallation von Monica Bonvicini im Arsenale

Gabriel Kuri

6: Gabriel Kuri im Arsenale

Thomas Kilpper

5: Die Arbeit von Thomas Kilpper im dänischen Pavillon

Urs Fischer

4: Die brennenden Kerzen-Skulpturen von Urs Fischer

Allora & Calzadilla

3: Der amerikanische Pavillon mit den Arbeiten von Allora & Calzadilla

Markus Schinwald

2: Markus Schinwald im österreichischen Pavillon

Karla Black

1: Karla Black im schottischen Pavillon

 

Der Kunstverein,

seit 1817.